D. Franke - 25.11.2025
Deutlicher Heimerfolg im Kellerduell der 1. Rollhockey-Bundesliga Damen
Gera – Im Duell der bisher punktlosen Teams setzte sich die SG Gera-Wuppertal am 22. November 2025 deutlich mit 4:0 gegen die SG Hüls Schwerte durch. Rund 50 Zuschauer in der Panndorfhalle sahen ein Spiel, das nahezu ausschließlich in eine Richtung lief – auch weil die Gäste nur mit fünf Feldspielerinnen angereist waren.
Die Gastgeberinnen konnten dagegen aus dem Vollen schöpfen. Im Tor wechselten sich die beiden Claras – Oberröder und Sommermeyer – ab. Auf dem Feld standen Freya Müller, Sabrina Adam, Lonie Eschrich, Arleta Zikova, Tabea und Naomie Lückenhaus, Jessica Sudin sowie Hannah Blattmann.
Einseitiges Spiel von Beginn an
Von Anfang an konzentrierte sich die SG Hüls Schwerte fast vollständig auf die Defensive. Die Gäste ließen die SG Gera-Wuppertal bis kurz vor den Strafraum kombinieren und bauten dort eine nahezu undurchdringliche Betonwand auf. Offensiv fanden die Blau-Weißen hingegen kaum statt – die 2:12-Niederlage aus dem letzten Spiel schien noch in den Köpfen zu sitzen.
Gefährliche Abschlüsse der Gäste gab es kaum. Clara Sommermeyer musste erst in der 7. Minute das erste Mal eingreifen, hatte dabei aber keinerlei Probleme. In der 8. Minute bot sich den Hausherrinnen die erste große Gelegenheit: Ein schön gespielter 2-gegen-1-Konter über Jessica Sudin und Arleta Zikova scheiterte an der starken Torhüterin der Gäste.
Gera/Wuppertal belohnt sich – Naomi bringt Schwung
Je länger die Partie lief, desto dominanter trat die Heimmannschaft auf. Vor allem Naomie Lückenhaus brachte viel Tempo und Dynamik ins Spiel. Erst prüfte sie den Pfosten, wenig später bereitete sie das 1:0 vor: Nach ihrem perfekten Pass verwandelte Jessica Sudin per Direktabnahme zur verdienten Führung (11. Minute).
Auch danach spielte die SG Gera-Wuppertal fast ausschließlich in Richtung Gästetor, scheiterte jedoch mehrfach an eigener Ungenauigkeit. In der 15. Minute eroberte Naomi den Ball hinter dem Tor, fuhr einmal herum und setzte den Ball über den Rücken der Torhüterin hinweg zum 2:0 ins Netz.
Kurz darauf musste Clara Sommermeyer ihr ganzes Können zeigen: Ein abgeblockter Befreiungsschlag führte zu einer Großchance für Hüls Schwerte, doch die Torhüterin parierte glänzend. Im Gegenzug zog Tabea Lückenhaus aus der Distanz ab und traf unhaltbar in den Winkel – 3:0 (18. Minute). Mit diesem Ergebnis ging es auch in die Pause.
Zweite Halbzeit ohne große Höhepunkte
Die zweite Hälfte ist schnell erzählt. Gera-Wuppertal blieb klar überlegen, konnte die zahlreichen Chancen aber erneut nicht komplett nutzen. In der 28. Minute erhöhte die starke Naomi mit einem platzierten Schuss in den oberen Torwinkel zum 4:0 nach Vorarbeit von Jessica Sudin.
Mit zunehmender Spieldauer merkte man den Gästen an, dass die Kräfte schwanden. Die Pässe wurden ungenauer, Konter rollten kaum noch. Clara Oberröder, die zur zweiten Halbzeit übernahm, musste nur einmal ernsthaft eingreifen. Selbst eine zweiminütige Unterzahl nach einer blauen Karte gegen Freya Müller brachte die Heimmannschaft nicht in Bedrängnis.
Fazit und Ausblick
Die SG Gera-Wuppertal feiert damit ihren ersten Saisonsieg und beendet die Hinrunde mit einem Ergebnis von 1 Sieg und 5 Niederlagen. Trotz des deutlichen Erfolgs bleibt die Erkenntnis: Für das anvisierte Final Four ist eine klare Leistungssteigerung notwendig – insbesondere in Spielen gegen Gegner auf Augenhöhe.
Das Motto für die Rückrunde liegt auf der Hand:
„Schneller passen – schneller laufen – schneller die Formation wiederfinden.“
Ein wichtiger erster Schritt ist mit dem 4:0-Heimsieg gemacht.
Weiter geht es bereits am kommenden Samstag:
Im DRIV-Pokal empfängt die SG Gera-Wuppertal den RSC Cronenberg in der Panndorfhalle.
Ein großes Dankeschön geht an die Fans für die starke Unterstützung sowie an alle helfenden Hände vor Ort – egal ob beim Auf- oder Abbau, am Kampfgericht, beim Streaming oder im Verkauf. Ebenfalls bedanken wir uns bei unserem neuen Trikotsponsor Patrick Kühn von HanseMerkur Gera. Ohne euch wäre ein solcher Spieltag nicht möglich!
