A. Wandelt - 09.11.2025
Erstes Heimspiel der SG in Wuppertal – starke zweite Halbzeit reicht nicht zum Sieg
Am vergangenen Wochenende traf die SG Gera/Moskitos in ihrem ersten Heimspiel der Saison in Wuppertal auf den TuS Düsseldorf-Nord. Beide Teams waren bis dato noch ohne Sieg in der 1. Rollhockey-Bundesliga der Damen und gingen entsprechend motiviert in die Partie.
Die SG startete mit einer Mischung aus erfahrenen Spielerinnen und jungen Talenten: Torhüterin Clara (16 Jahre, bereits im zweiten Bundesliga-Jahr) hütete das Tor, davor begannen Naomi, Tabea, Jessica und Freya (ebenfalls 16, im zweiten Jahr Bundesliga). Auf der Bank standen unter anderem Kapitänin Sabrina, Leonie und Arleta (17, 1. Bundesliga-Jahr) bereit.
Vor Spielbeginn wurden die im Training erarbeiteten Taktiken noch einmal besprochen – doch nach dem Anstoß übernahm zunächst der TuS Düsseldorf-Nord das Kommando. Mit einer jungen, frischen und engagierten Mannschaft setzte Düsseldorf die SG früh unter Druck und suchte konsequent den Abschluss. Torhüterin Clara konnte mehrere Schüsse stark parieren, doch die Defensive der SG ließ den Gästen zu viele Freiräume. Bereits nach fünf Minuten fiel das 0:1, und in der 11. Minute erhöhte Düsseldorf mit einem Doppelschlag auf 0:3.
Trotz Auszeiten und Wechseln – Sabrina übernahm als erfahrene Führungsspielerin Verantwortung, Leonie und Arleta brachten frischen Wind – fand die SG in der ersten Halbzeit nicht richtig ins Spiel. Zwar erarbeitete man sich immer wieder Kontermöglichkeiten und hatte sogar mehr Chancen als die Gäste, doch der Ball wollte einfach nicht ins Tor. Zur Pause stand es 0:3.
In der Halbzeitpause nutzte das Trainerteam die Gelegenheit, um nochmals an Spielaufbau und taktische Vorgaben zu erinnern – mit Erfolg: Die SG kam deutlich strukturierter und kämpferischer aus der Kabine. Auch wenn Düsseldorf auf 4:0 erhöhte, war die SG nun deutlich aktiver. Der Druck auf das gegnerische Tor nahm spürbar zu, bis schließlich Naomi den Bann brach und in der zweiten Halbzeit das 1:4 erzielte.
Angetrieben vom Anschlusstreffer spielte die SG weiter mutig nach vorn. Durch taktische Umstellungen und verstärkte Angriffe über mehrere Strafraumstürmer erhöhte sich der Druck auf Düsseldorf, das nun phasenweise im eigenen Strafraum eingeschnürt war. In der 47. Minute traf Tabea verdient zum 2:4.
Die SG setzte in der Schlussphase alles auf eine Karte und wechselte in der letzten Minute sogar die Torhüterin gegen eine Feldspielerin aus, um in Überzahl noch einmal Druck zu machen – doch der Ball wollte trotz aller Bemühungen nicht mehr ins Tor. So blieb es beim 2:4-Endstand und dem ersten Saisonsieg für den TuS Düsseldorf-Nord.
Fazit:
Nach einer schwierigen ersten Halbzeit zeigte die SG Gera/Moskitos im zweiten Durchgang eine starke Reaktion. Die junge Mannschaft um Kapitänin Sabrina bewies Moral, Kampfgeist und Teamgeist – auf dieser Leistung lässt sich für die kommenden Spiele aufbauen.
