A. Wandelt / Fotos: J.Franke - D02.03.2026
Hamm-Herringen, 01.03.2025 – Zwei Spiele, zwei völlig unterschiedliche Geschichten: Der RSC Gera erlebte in der NRW-Liga der B-Jugend einen Turniertag, der erst Sorgenfalten verursachte – und am Ende trotzdem Mut machte. Gegen IGR II setzte es nach schwacher erster Halbzeit zwar eine 2:4-Niederlage, direkt danach gelang gegen IGR I jedoch ein packendes 6:6, das Lust auf mehr macht.
Fehlstart gegen IGR II – dann kommt der Kampfgeist
Im ersten Spiel gegen IGR II wirkte Gera ab der ersten Minute verunsichert, aufgeregt und ungewohnt inaktiv. Das eigene Tempo blieb niedrig, Fehlpässe häuften sich, und statt den Gegner clever zu umfahren, lief man zu oft „durch“ ihn hindurch. Dazu kam: Der Gegner wurde zu selten konsequent am Schießen gehindert, die Verteidigung war durchlässig und inkonsequent, und auch die Abschlüsse auf das gegnerische Tor blieben zu harmlos. Selbst im Tor fehlte zunächst der Fokus – Jakob Franke und Melena Reinhold wechselten sich im Kasten ab, doch insgesamt wirkte das Team noch nicht im Spiel.
Die Konsequenz war deutlich: 0:4 zur Halbzeit.
Nach der Pause zeigte sich dann aber ein anderes Bild. Der RSC Gera fand zu besserem Spielaufbau, verteidigte konsequenter und brachte mehr Tempo, mehr Biss, mehr Engagement auf die Fläche – und vor allem den sichtbaren Willen, das Spiel zu drehen. Belohnt wurde die Leistungssteigerung mit zwei Treffern:
Das 1:4 fiel nach einem Schuss von Elian, der von Ian noch entscheidend abgefälscht wurde. Beim 2:4 lief der Angriff wie aus dem Lehrbuch: Elian spielte auf Ian, der leitete weiter auf Hannes – und der verwandelte direkt.
Am Ende blieb es beim 4:2 für IGR II, doch die zweite Halbzeit ging klar an Gera – und vor allem der gezeigte Kampfgeist war ein wichtiges Signal.
Auch individuell überzeugte der Einsatz: Finja brachte mit ihrer Schnelligkeit viel Bewegung ins Spiel, Elian fiel durch seinen kräftigen Abschluss auf, Arthur agierte clever und mit Übersicht. Ian zeigte ein stabiles, gutes Spiel, während Hannes mit seiner Dynamik und dem direkten Abschluss Akzente setzte. Defensiv war Lucas mit starken Blocks präsent, und Emma hielt mit großem Kampfgeist dagegen. Im Tor warfen sich Jakob Franke als engagierter Schlussmann und Melena Reinhold als engagierte Torhüterin in die Aufgaben – auch wenn das Team insgesamt erst spät richtig wach wurde.
Direkt danach gegen IGR I: „Neues Spiel, neues Glück“ – 6:6 im Torfestival
Ohne lange Pause ging es im Anschluss gegen IGR I – und diesmal startete der RSC Gera deutlich mutiger. „Neues Spiel, neues Glück“ schien das Motto zu sein: Finja brachte Gera früh mit 1:0 in Führung. Doch postwendend folgte der Dämpfer: Ein schneller Konter der IGR führte zum 1:1.
In der Folge entwickelte sich über beide Halbzeiten ein echtes Hin und Her. Gera spielte insgesamt spürbar besser als im ersten Match, ließ aber immer wieder zu viele Alleingänge zu – und das rächte sich, denn auf nahezu jedes eigene Tor fiel direkt wieder ein Gegentor. Offensiv war das Team dennoch brandgefährlich: Finja traf gleich fünfmal, Ian steuerte einen weiteren Treffer bei. Am Ende stand ein intensives, emotionales 6:6-Unentschieden.
Fazit: Steigerung, Moral – und noch Luft nach oben
Unterm Strich nimmt der RSC Gera aus Hamm-Herringen viel mit: Nach einem schwachen Start gegen IGR II zeigte die Mannschaft enorme Moral, gewann die zweite Halbzeit und präsentierte sich im zweiten Spiel grundsätzlich verbessert. Mit Finjas Torgefahr, Elians Schussqualität, Arthurs cleverem Spiel, Ians stabiler Leistung, Hannes’ Dynamik, Lucas’ Blocks, Emmas Einsatz sowie den engagierten Auftritten von Jakob Franke und Melena Reinhold im Tor ist die Basis klar erkennbar – gleichzeitig bleibt „Potential nach oben“: weniger Alleingänge, mehr Konsequenz in der Defensive und von Beginn an die nötige Aktivität.
So wurde aus einem schwierigen Start am Ende ein Spieltag, der trotz Niederlage und Remis vor allem eins machte: Hoffnung auf die nächsten Aufgaben.
