A. Wandelt / Fotos: C. Barwinski & W. Korn - 24.06.2026
Am 18. und 19. April 2026 verwandelte sich die Geraer Panndorfhalle in den Schauplatz des Final Four der 2. Bundesliga Herren. Neben Gastgeber RSC Gera kämpften der SC Bison Calenberg, die Sächsischen Löwen und der ERSC Schwerte um den Titel – und die Zuschauer bekamen hochklassigen und spannenden Rollhockeysport geboten.
Halbfinale: RSC Gera ringt die Sächsischen Löwen nieder
Im zweiten Halbfinale am Samstagabend traf der RSC Gera auf die Sächsischen Löwen – und entwickelte sich sofort zu einem echten Krimi. Von Beginn an war die Partie intensiv, beide Teams schenkten sich nichts.
Gera erwischte den besseren Start und ging früh durch Kapitän Filip Zíka in Führung. Doch die Löwen antworteten prompt und hielten das Spiel offen. In der Folge entwickelte sich ein offener Schlagabtausch mit hohem Tempo und vielen Zweikämpfen.
Maximilian Wandelt, Enrico Rhein und Otto Freund sorgten mit ihren Treffern dafür, dass sich Gera immer wieder leicht absetzen konnte. Doch die Sächsischen Löwen blieben hartnäckig und verkürzten mehrfach den Rückstand. Spätestens nach dem zwischenzeitlichen 3:3 war die Spannung in der Halle greifbar.
In der entscheidenden Phase behielt der RSC jedoch die Nerven: Mit großem Einsatz, mannschaftlicher Geschlossenheit und einer stabilen Defensive brachte das Team den knappen 4:3-Erfolg über die Zeit .
Im Tor teilten sich Moritz Wandelt und Alex Leon Amaya die Spielzeit und zeigten jeweils eine starke Halbzeit. Auch wenn Tayler Adam nicht zum Einsatz kam, unterstützte er das Team von der Bank. Auf dem Feld überzeugten neben den Torschützen auch Otto Freund, Enrico Rhein, Maximilian Wandelt, Tim Peter, Yannick Wunderlich und Mika Schunk durch ihren Einsatzwillen.
Mit diesem hart erkämpften Sieg zog der RSC Gera ins Finale ein – dort wartete am Sonntag der Gewinner des ersten Halbfinals: der SC Bison Calenberg.
Finale: Starker Kampf – Unterzahl entscheidet Spiel
Im Finale traf der RSC Gera auf den SC Bison Calenberg – und die Gäste erwischten den besseren Start. Calenberg dominierte zunächst das Spielgeschehen und setzte Gera früh unter Druck.
Doch der RSC hielt dagegen: Nach dem frühen Rückstand kämpfte sich das Team zurück ins Spiel. Filip Zíka gelang der wichtige Ausgleich, der die Partie wieder offen gestaltete. In dieser Phase zeigte Gera Moral und hielt dem Druck des Favoriten stand.
Die entscheidende Phase folgte jedoch nach dem 1:1: Durch Strafzeiten geriet der RSC mehrfach in Unterzahl – und genau diese Situationen nutzte Calenberg eiskalt aus. Gleich drei Treffer fielen in dieser Phase gegen die Geraer, was letztlich den Ausschlag gab .
Trotzdem steckte das Team nicht auf. Otto Freund und Mika Schunk konnten im weiteren Spielverlauf noch Tore erzielen, doch Calenberg blieb insgesamt effizienter und setzte sich am Ende mit 6:3 durch.
Im Tor stand über die gesamte Spielzeit ein Keeper zwischen den Pfosten, ein Wechsel fand nicht statt. Auf dem Feld kamen nahezu alle Spieler zum Einsatz: Otto Freund, Enrico Rhein, Maximilian Wandelt, Filip Zíka, Tim Peter, Levin Henrik Rüdiger, Mika Schunk kämpften bis zur letzten Minute. Auch wenn Yannick Wunderlich und Moritz Wandelt nicht zum Einsatz kamen, unterstützten sie das Team von der Bank.
Emotionale Momente zum Abschluss
Neben dem sportlichen Geschehen sorgte das Final Four auch für emotionale Augenblicke: Für Enrico Rhein war es das letzte Spiel seiner aktiven Karriere. Künftig wird er dem RSC Gera ausschließlich als Trainer erhalten bleiben und seine Erfahrung an die nächste Generation weitergeben.
Auch Cheftrainer Mirco Peter verabschiedete sich nach dem Turnier von seiner Position und tritt als Trainer der 2. Bundesliga Herren zurück.
Beide wurden bereits vor dem Finale in einem würdigen Rahmen durch den Verein sowie den Geraer Oberbürgermeister Kurt Dannenberg für ihr langjähriges Engagement und ihre Verdienste um den Rollhockeysport geehrt – ein besonderer Moment vor heimischer Kulisse.
Fazit
Der RSC Gera zeigte beim Final Four eine starke Leistung und präsentierte sich besonders im Halbfinale nervenstark und geschlossen. Im Finale machte vor allem die Effektivität des Gegners in Überzahlsituationen den Unterschied.
Trotz der Niederlage kann das Team stolz auf seine Leistung sein: Finaleinzug, leidenschaftlicher Einsatz und eine tolle Kulisse in der heimischen Panndorfhalle – ein würdiger Abschluss einer erfolgreichen Saison der 2. Bundesliga Herren.
