D.Franke / Fotos: C.Barwinski - 04.05.2026
Cronenberg, 03. Mai – Ein intensives, lehrreiches und am Ende emotionales Wochenende liegt hinter der C-Jugend des Rollsport-Club Gera. Bereits ungewohnt früh machte sich das Team auf den Weg nach Cronenberg – und das aus gutem Grund.
Noch vor dem eigenen Spieltag stand ein echtes Highlight auf dem Programm: Das Halbfinale zwischen dem RSC Cronenberg und der RESG Walsum bot Rollhockey auf Topniveau. Für die jungen Geraer – Torhüterinnen Ida und Johanna sowie die Feldspieler Amina, Hannes, Oskar, Finn, Mia und Nele – eine wertvolle Gelegenheit, sich von den Besten etwas abzuschauen und zu sehen, was es bedeutet, bis an die eigenen Grenzen zu gehen.
Doch auch der Teamgeist kam nicht zu kurz: Gemeinsam mit der C-Jugend aus Cronenberg ließ man den Abend bei einem leckeren Buffet ausklingen. Ein besonderes Erlebnis folgte anschließend, als die Geraer Kinder – wie schon im Vorjahr – bei Gastfamilien aus Cronenberg übernachten durften. Ein großes Dankeschön geht an alle Beteiligten für diese außergewöhnliche Gastfreundschaft.
Am Sonntagmorgen wartete mit SK Germania Herringen der erste Gegner. Nach der knappen 2:3-Niederlage im Hinspiel war die Anspannung zunächst spürbar – jedoch völlig unbegründet.
Von Beginn an präsentierte sich Gera in Topform: Druckvoll im Spielaufbau, sicher im Passspiel und konsequent im Abschluss. Hannes brachte sein Team verdient mit 1:0 in Führung, ehe Oskar nach einem sehenswerten Kombinationsangriff auf 2:0 erhöhte. Auch defensiv stand Gera stabil – und wenn doch einmal etwas durchkam, war Ida zur Stelle.
Nach der Pause schlichen sich zwar kleinere Fehler ein, die Herringen zum 2:1 nutzen konnte, doch Torhüterin Johanna verhinderte mit einem gehaltenen Penalty den möglichen Ausgleich. Spätestens mit dem 3:1 durch Hannes nach einem starken Solo war die Partie entschieden. Oskar setzte mit dem 4:1 den Schlusspunkt. Eine der besten Saisonleistungen des Teams.
Mit breiter Brust ging es anschließend ins Spiel gegen den Gastgeber RSC Cronenberg – vielleicht etwas zu breit. Denn was die Zuschauer in der ersten Halbzeit sahen, hatte wenig mit dem zuvor gezeigten Rollhockey zu tun.
Zu große Abstände, fehlender Druck und mangelnde Laufbereitschaft bestimmten das Spiel der Geraer. Auch eine Auszeit brachte zunächst keine Besserung. Im Gegenteil: Ungenaue Pässe und fehlender Kampfgeist luden Cronenberg immer wieder ein. Kurz vor der Pause fiel folgerichtig das 1:0 für die Gastgeber.
Die deutliche Halbzeitansprache zeigte Wirkung: Gera trat deutlich verbessert auf, kombinierte sich immer wieder gefährlich vor das Tor, doch die letzte Präzision im Abschluss fehlte. Eine strittige Szene Mitte der zweiten Halbzeit sorgte für Aufregung – der Ball lag im Geraer Tor, doch der Treffer wurde wegen eines Körperkontakts aberkannt - Glück gehabt
In der Schlussphase warf Gera alles nach vorne, erspielte sich gute Chancen, doch der Ball wollte einfach nicht über die Linie. So blieb es beim 0:1 – eine bittere Niederlage im letzten Saisonspiel.
Trotz der Niederlage bleibt die Saisonbilanz beeindruckend: Hinter der ungeschlagenen IGR Remscheid und dem TuS Düsseldorf-Nord sichert sich der RSC Gera einen starken dritten Platz. Mit 92 erzielten Treffern stellt das Team zudem die zweitbeste Offensive der Liga.
Vielleicht ist die missglückte Generalprobe sogar ein gutes Omen für die anstehende Deutsche Meisterschaft – denn wie heißt es so schön: Generalprobe verpatzt, Premiere geglückt.
