D.Franke / Fotos: C. Barwinski - 24.02.2026
Mit kleinem Kader, aber großem Teamgeist reiste die C-Jugend des RSC Gera am Samstag, den 21.02., zum Spieltag nach Hamm-Herringen. Im Gepäck: nur eine Torhüterin und sieben Feldspieler – darunter mit Jannik und Willi zwei Akteure aus der D-Jugend, die wertvolle Unterstützung leisteten.
Bereits die Anreise stand ganz im Zeichen des Teamgeistes. Übernachtet wurde auf Luftmatratzen im Vereinsheim der SK Germania Herringen – eine echte Schlafmattenparty als Teambuilding-Maßnahme. Ein herzlicher Dank geht an die Gastgeber für die tolle Gastfreundschaft! Nach einer kurzen Nacht stärkten sich alle gemeinsam beim Frühstück in der Halle, ehe es in den sportlichen Teil des Wochenendes ging.
Arbeitssieg gegen Cronenberg
Im ersten Spiel wartete der RSC Cronenberg. Die Aufgabe hatte man sich im Vorfeld leichter vorgestellt. Nach anfänglichen Schwierigkeiten brachte Amina Gera mit 1:0 in Führung. Doch die Müdigkeit war noch spürbar – der Ausgleich folgte prompt.
Hannes stellte den alten Abstand wieder her, doch noch vor der Pause musste man das 2:2 hinnehmen. Nach dem Seitenwechsel agierten die Geraer deutlich ballsicherer und übernahmen zunehmend die Kontrolle. Dennoch blieben Ballverluste gefährlich – Cronenberg nutzte einen davon zur 2:3-Führung.
Die Antwort der Geraer ließ jedoch nicht lange auf sich warten. In den letzten drei Minuten drehten die Kids das Spiel. Zwei Treffer von Hannes besiegelten einen knappen, aber verdienten 4:3-Erfolg. Spiel gedreht, Leistung nicht voll abgerufen – darauf lässt sich aufbauen.
Bittere Schlussminute gegen Herringen
Nach einer Spielpause ging es gegen das Heimteam, die SK Germania Herringen. Der Start hätte bitterer kaum sein können: Direkt vom Anstoß fand der Ball von der Mittellinie den Weg ins Geraer Tor.
Danach war Gera die aktivere und spielbestimmende Mannschaft, scheiterte jedoch mehrfach am eigenen Abschluss – dreimal rettete der Pfosten für Herringen. Erst nach der Pause fiel der hochverdiente Ausgleich. Kurz vor Ende brachte Hannes seine Farben mit 2:1 in Führung.
Die letzten drei Minuten galt es, das Ergebnis zu halten – was bis kurz vor Schluss auch gelang. Dann nutzte der Gegner nach einem Ballverlust seine Klasse im Eins-gegen-Eins und traf zum 2:2.
35 Sekunden blieben auf der Uhr – genug Zeit für einen Angriff. Doch nach erneutem Ballverlust konterte Herringen eiskalt zum 3:2. 16 Sekunden vor dem Ende stand man plötzlich mit leeren Händen da. Entsprechend geknickt waren die Kinder, die die Führung in der Schlussminute aus der Hand gegeben hatten. Aufbauarbeit war gefragt – das Trainerteam nahm die Niederlage auf die eigene Kappe.
Gala gegen den Tabellenführer
Im letzten Spiel wartete mit der TuS Düsseldorf-Nord der aktuelle Tabellenführer. Doch Gera überraschte mit einem starken Beginn. Nach Foul an Amina verwandelte Hannes den direkten Freistoß zur 1:0-Führung.
Eine turbulente Phase folgte: Amina musste kurzzeitig mit technischem Defekt vom Feld, Oskar sah die blaue Karte, Hannes verschwand in der Auszeit kurz auf die Toilette – doch nach einer Minute des Sammelns überstand man die Unterzahl schadlos.
Anschließend spielte sich Gera in einen wahren Rausch. Eine Direktabnahme von Amina bedeutete das 2:0. Laufwege, Passspiel und Abschlüsse passten nun perfekt. Hannes sowie zweimal Willi schraubten das Ergebnis in den letzten zwei Minuten vor der Pause auf überraschende 5:0.
Nach dem Seitenwechsel stemmte sich Düsseldorf mit viel Wut gegen die drohende Niederlage und verkürzte auf 5:2. Doch vier Minuten vor Schluss sorgte Amina mit dem 6:2 für die Entscheidung.
Momentaufnahme an der Spitze
Mit diesem Sieg schiebt sich der RSC Gera an Düsseldorf vorbei auf Rang 1 der NRW-Tabelle – eine schöne Momentaufnahme, auch wenn man weiß, dass Remscheid spielbereinigt wieder vorbeiziehen kann.
Nach den Spielen gab es noch eine selbstgemachte Kartoffelsuppe, ehe die Kinder am Abend müde, aber stolz in die Hände ihrer Eltern übergeben wurden.
Stolz auf das gesamte Team
Die Trainer zeigten sich unheimlich stolz: In zwei Spielen war man die bessere Mannschaft, drehte Rückstände, verkraftete Rückschläge und brachte immer wieder volle Leistung. Man hat gesehen, dass man mit jedem Gegner auf Augenhöhe agieren kann.
Ein Sonderlob geht an Johanna, die in allen drei Spielen das Tor ganz allein hütete und ihre Aufgabe – trotz anfänglicher Nervosität – stark meisterte.
Mit dabei waren: Johanna (Tor), Amina, Hannes, Jannik, Mia, Nele, Oskar und Willi sowie Claudia hinter der Kamera.
Weiter geht es bereits in zwei Wochen zum Rückrundenauftakt in Remscheid – dort trifft man auf beide Remscheider Mannschaften sowie erneut auf die TuS Düsseldorf Nord. Die Richtung stimmt.
