Starker Kampfgeist trotz Rückschlägen


D. Franke / Fotos: C. Barwinski - 09.03.2026

RSC Gera sammelt wichtige Erfahrungen in Remscheid

Remscheid. Ein intensives Rollhockey-Wochenende liegt hinter der C-Jugend des RSC Gera. Mit nur sieben Feldspielern und zwei Torhütern machte sich das Team am Samstag auf den Weg ins Rheinland. Übernachtet wurde gemeinsam in einer Ferienwohnung in Wuppertal, wo nach der Zimmeraufteilung zunächst ein großes gemeinsames Abendessen mit Würstchengulasch auf dem Programm stand. Anschließend wurde noch lange gespielt und gelacht, ehe schließlich Nachtruhe angesagt war.

Der Spieltag begann am Sonntag mit frischen Brötchen und Cornflakes, bevor sich die Mannschaft bei strahlendem Sonnenschein vor der Halle aufwärmte.

 

Klarer Auftaktsieg gegen Remscheid II

Im ersten Spiel wartete mit IGR Remscheid II die vermeintlich leichteste Aufgabe des Tages. Von Beginn an trat Gera dominant auf und kontrollierte das Spielgeschehen. Dennoch dauerte es fast sieben Minuten, bis der Bann gebrochen war: Amina erzielte die verdiente 1:0-Führung. Direkt nach einer Auszeit legte sie mit dem 2:0 nach.

Kurz vor der Pause erhöhte Hannes auf 3:0. Auch nach dem Seitenwechsel blieb Gera das bestimmende Team. Trotz vieler Wechsel sorgten Oskar und erneut Hannes für einen komfortablen 5:0-Vorsprung. Remscheid nutzte zwar einen Abwehrfehler zum Ehrentreffer, doch praktisch im Gegenzug stellte Hannes den alten Abstand wieder her. Den siebten Treffer erzielte Nele kurz vor Schluss, ehe die Gastgeber mit der Schlusssirene noch zum 2:7-Endstand trafen.

 

Mutiger Auftritt gegen den Favoriten

Ohne Pause ging es anschließend gegen IGR Remscheid I weiter. Die Gastgeber galten als großer Favorit – bis dahin ohne Niederlage und mit nur zwei Gegentoren aus acht Spielen.

Doch der RSC zeigte keinerlei Respekt. Die ersten gefährlichen Aktionen gehörten sogar den Gästen aus Thüringen, eine Führung wäre durchaus möglich gewesen. Stattdessen ging Remscheid durch einen abgefälschten Fernschuss, der unter der Latte einschlug, mit 1:0 in Führung.

Gera blieb jedoch mutig und setzte die Defensive der IGR immer wieder unter Druck. Lediglich das nötige Abschlussglück fehlte. Remscheid nutzte dagegen eine Einzelaktion und erhöhte nach einem Sololauf durch die Geraer Abwehr auf 2:0.

Doch Gera gab sich nicht auf: Nach schönem Zusammenspiel mit Amina traf Hannes zum 2:1-Anschluss. Es entwickelte sich ein hochklassiges Spiel mit Chancen auf beiden Seiten, in dem die Torhüter lange alles entschärften. Erst in der Schlussphase zog Remscheid mit zwei schnellen Treffern auf 4:1 davon. Hannes verkürzte erneut im Zusammenspiel mit Amina auf 4:2, doch noch vor der Pause fiel das 5:2.

Nach dem Seitenwechsel rotierten beide Teams kräftig. Beim RSC standen zwischenzeitlich maximal zwei Spieler der Startformation auf dem Feld, auch Remscheid gab allen Spielern Einsatzzeit. Am Ende setzte sich der Favorit mit 9:2 durch.

 

Dominanz ohne Ertrag gegen Düsseldorf

Wie wertvoll die geschonten Kräfte waren, sollte sich im letzten Spiel gegen TuS Düsseldorf Nord zeigen. Die Vorgaben des Trainerteams setzte Gera hervorragend um: Die Düsseldorfer wurden über weite Strecken in der eigenen Hälfte eingeschnürt, ihre schnellen Konter immer wieder entschärft.

Was fehlte, war lediglich die Genauigkeit im Abschluss. Der Führungstreffer für Gera lag mehrfach in der Luft, wollte aber einfach nicht fallen. Stattdessen traf Düsseldorf wenige Sekunden vor der Pause: Ida parierte zunächst einen Schuss, doch der Abpraller konnte nicht geklärt werden – 0:1.

Auch in der zweiten Halbzeit bot sich ein ähnliches Bild. Gera drückte, Düsseldorf lauerte auf Konter. Einer davon führte zum 0:2. Die Geraer gaben dennoch nicht auf und rannten weiter an. Nele erzielte 30 Sekunden vor Schluss den Anschlusstreffer zum 1:2 – doch die Zeit reichte nicht mehr für den Ausgleich.

Stolz trotz verpasster Punkte

 

Nach dem Spieltag gab es zwar einige hängende Köpfe. Durch die Niederlage musste Gera den zwischenzeitlichen ersten Tabellenplatz abgeben und rutschte hinter Düsseldorf auf Rang drei zurück.

Dennoch kann die Mannschaft stolz auf ihre Leistung sein. Das Team kämpfte in jeder Partie bis zur letzten Sekunde, hielt gegen den großen Favoriten eine Halbzeit lang hervorragend mit und dominierte das Spiel gegen Düsseldorf über weite Strecken. Gelingt es, die Chancen künftig konsequenter zu nutzen, darf der Blick optimistisch nach vorn gehen.

 

Denn in drei Monaten kehrt der RSC nach Remscheid zurück – dann zur Deutschen Meisterschaft.

Für den RSC Gera im Einsatz waren: Ida und Johanna (Tor) sowie Amina, Fabienne, Mia, Nele, Finn, Hannes und Oskar.