Wasserschaden, Hallenwechsel, Heimsieg


A. Wandelt - 17.03.2026

Ein Abend voller Improvisation, Einsatz und Teamgeist: Die Rollhockey-Herren des RSC Gera meistern einen chaotischen Spielbeginn und feiern am Ende einen verdienten Erfolg gegen den SC Bison Calenberg. Mit dem Sieg übernimmt der RSC Gera zudem die Tabellenführung in der 2. Bundesliga.

 

Was für ein Abend für den RSC Gera: In der 2. Bundesliga Herren hat das Team nicht nur sportlich überzeugt, sondern auch abseits der Spielfläche enorme Nervenstärke bewiesen. Gegen den SC Bison Calenberg stand am Ende ein verdienter Heimsieg – doch bis es überhaupt losgehen konnte, war bereits jede Menge Organisation, Flexibilität und Zusammenhalt gefragt.

 

Eigentlich sollte die Partie wie geplant in der Pandorfhalle stattfinden. Doch nach der Erwärmung folgte der Schock: Die Schiedsrichter entschieden, dass die Begegnung dort nicht angepfiffen werden kann. Grund dafür war eintretendes Wasser durch die Decke, wodurch die Spielfläche permanent nass wurde. An ein sicheres Spiel war unter diesen Bedingungen nicht zu denken.

 

Kurzerhand wurde die Partie deshalb in die Trainingshalle nach Gera-Tinz verlegt. Während sich die Mannschaften auf die neue Situation einstellen mussten, lief hinter den Kulissen bereits die nächste starke Teamleistung: Dank vieler Helfer konnte parallel alles in der Pandorfhalle schnell wieder abgebaut werden. Dafür gilt allen Beteiligten ein ganz besonderer Dank. Ohne diesen gemeinsamen Einsatz wäre dieser Spieltag in dieser Form kaum möglich gewesen.

 

Trotz der ungewöhnlichen und hektischen Umstände ließ sich der RSC Gera nicht aus dem Konzept bringen. Im Tor stand der erst 14-jährige Moritz Wandelt, der beide Halbzeiten durchspielte und seine Aufgabe mit bemerkenswerter Ruhe, Mut und großem Einsatz meisterte. Alex Leon kam an diesem Abend zwar nicht auf die Fläche, unterstützte die Mannschaft aber von außen und war damit ebenfalls ein wichtiger Rückhalt für das Team.

 

Vor dem jungen Schlussmann kämpften Maximilian Wandelt, Filip Zika, Enrico Rhein, Otto Freund, Yannick Wunderlich, Tim Peter, Levin Rüdiger und Tayler Adam mit großem Einsatz um jeden Ball. Die Geraer Mannschaft präsentierte sich dabei als geschlossene Einheit, die sich auch von einem derart turbulenten Spielbeginn nicht aus der Ruhe bringen ließ.

 

Besonders Tim Peter und Levin Rüdiger verdienten sich an diesem Abend ein besonderes Lob. Beide brachten viel Laufbereitschaft, Energie und Einsatzwillen auf die Fläche und setzten wichtige Akzente im Geraer Spiel. Tim Peter übernahm immer wieder Verantwortung und war mit seinem engagierten Auftritt ein wichtiger Faktor im Spiel der Gastgeber. Auch Levin Rüdiger arbeitete unermüdlich für die Mannschaft, stabilisierte das Spiel in intensiven Phasen und zeigte eine starke Leistung im Teamverbund.

 

Doch auch die übrigen Geraer Spieler trugen ihren Teil zu diesem besonderen Abend bei. Filip Zika, Enrico Rhein und Maximilian Wandelt sorgten mit ihren Aktionen immer wieder für wichtige Momente, während Otto Freund, Yannick Wunderlich und Tayler Adam mit viel Leidenschaft, Einsatzfreude und mannschaftlicher Geschlossenheit überzeugten. So wurde einmal mehr deutlich, dass dieser Erfolg auf einer starken Teamleistung beruhte.

 

Am Ende stand nicht nur ein verdienter Sieg gegen den SC Bison Calenberg, sondern auch ein besonderer Lohn für die starke Entwicklung der Mannschaft: Der RSC Gera ist nun Tabellenführer der 2. Bundesliga. Damit krönte das Team einen Abend, der in vielerlei Hinsicht außergewöhnlich war. Der kurzfristige Hallenwechsel, die schnelle Organisation im Hintergrund und der geschlossene Auftritt auf der Fläche machten diesen Spieltag zu einem eindrucksvollen Beweis für den starken Zusammenhalt im Verein.

 

Der RSC Gera bewies damit einmal mehr, dass mit Teamgeist, Flexibilität und Leidenschaft auch außergewöhnliche Herausforderungen gemeistert werden können – und dass große Siege manchmal schon weit vor dem ersten Anpfiff beginnen.